Als mein Papa seinen ersten Weinberg pflanzte, gab es noch keine gesetzlichen Richtlinien für ökologische Bewirtschaftung. Die Beratung erhielt er damals von – man kann es wirklich so sagen – den Ökopionieren des fränkischen Weinbaus. Seit Anfang der 90er-Jahre sind wir zudem Mitglied bei Naturland. Damit arbeiten wir nun seit über 30 Jahren nach anerkannten ökologischen Standards.

Unser Ziel ist es, das Optimum aus unseren Anlagen herauszuholen – nicht das Maximum. Am Südhang des Rimparer Kobersbergs spürt man wenig von Monokultur: Hecken, Obstbäume und Wiesen durchziehen die Lage und fördern die Artenvielfalt in unserem Ökosystem Weinberg. Auf den schweren Muschelkalkböden wachsen bei uns Silvaner, Riesling, Weißburgunder, Müller-Thurgau, Domina und Portugieser.

Ein besonderes Highlight zeigt sich jedes Jahr im April: die wilde Weinbergstulpe, die in Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht und bei uns bis heute vorkommt.

Also – beim nächsten Frühlingsspaziergang am Kobersberg: Augen auf!